Fair reisen

Fair reisen 2: Wähle deine Reiseart

Fair reisen: Die richtige Reiseart wählen

Ein All-Inclusive-Urlaub mag verlockend klingen, da kaum weitere Kosten auf dich zukommen und es einfach praktisch ist, wenn bereits alles im Preis enthalten ist. Doch so eine Reise ist sogar eher schädlich für das Land, in das du reist. Denn die lokale Bevölkerung erhält von diesen Einnahmen so gut wie nichts. Das Geld bleibt bei den sowieso schon Reichen, die häufig nicht einmal aus dem Land stammen. Unterstützung ist hier: Fehlanzeige.

Wenn du nicht der Typ bist, der einfach mit dem Rucksack loszieht und deine Reise komplett selbst planst und buchst, kannst du Paket-Angebote nutzen, die die lokale Bevölkerung mit einschließen. Dann profitieren diese auch von den Einnahmen. Dann kannst du zum Beispiel innerhalb deiner Kolumbien-Reise einen Ausflug zu einer Plantage für Fair-Trade-Kaffee machen. Lokale Reiseexperten zeigen dir den Betrieb – von der Ernte bis zur Produktion. Auf diese Weise wird Tourismus zu einem Wirtschaftsfaktor, der Menschen aus der Armut hilft – ein wichtiger Teil des nachhaltigen Reisens!

Der richtige Reiseanbieter

Wichtig ist, dass du Massentourismus jeglicher Art vermeidest, denn Massentourismus sorgt dafür, dass Flora und Fauna überstrapaziert werden. Zudem zerstört der steigende Wasserverbrauch, Plastikmüll und Hotelanlagen lokale Strukturen. Dennoch ist nicht jeder Kleinanbieter automatisch gut. Ein Reiseanbieter sollte sich für seine Mitarbeiter*innen einsetzen, zertifiziert sein und mit lokalen Projekten zusammenarbeiten. Das sind zum Beispiel Reiseveranstalter vom Forum Anders Reisen oder mit Zertifikaten von TourCert oder Travelife. Wenn du darauf achtest, kannst du sicher sein, dass dein Geld auch bei der lokalen Bevölkerung ankommt und fair aufgeteilt wird.

Die richtige Unterkunft

Achte bei deiner Unterkunft darauf, dass einheimische Menschen sie führen. Familiengeführte Unternehmen sind dabei ein Plus. Das Geld sollte auf jeden Fall bei Menschen ankommen, die aus der Region stammen. Überprüfe zum Beispiel auch, ob hauseigene Restaurants regionale Gerichte anbieten. Sogenannte Eco-Lodges bieten hier noch in plus an, denn sie liegen meistens in der Natur, sind aus regionalen Baumaterialien gebaut und nutzen (meistens) erneuerbaren Energien für den Betrieb. Zudem wird Wasser gespart und nachhaltige Initiativen unterstützt.

Zum Beispiel kannst du dir dabei folgende Fragen stellen:

  • Wie viel Zeit bringe ich für meinen Urlaub mit?
  • Wie weit möchte ich in dieser Zeit reisen? Plane dabei lieber weniger ein und lass dir dafür mehr Zeit.
  • Wie gut kenne ich mich in dem Land bereits aus?
  • Wie experimentierfreudig und spontan bin ich?
  • Wem nützt meine Reise und wem schadet sie?
  • Habe ich Raum und Zeit für Unvorhergesehenes?
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(Nächster Schritt) Fair reisen 3: Das Transportmittel
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