Fair reisen

Fair reisen 3: Das Transportmittel

Fair reisen: Das Transportmittel

Die Reise zum und vom Reiseziel ist umso bedeutsamer, je weiter die Reise ist. Versuche dabei so klimafreundlich wie möglich zu reisen. Wähle lieber den Bus oder die Bahn, als das Flugzeug. Letzteres weist deutlich höhere Schadstoffemissionen auf, die aufgrund der Flughöhe auch noch mehr Schaden in der Atmosphäre anrichten.

Entfernung und Transportmittel

Als Faustregel gilt: Flüge unter 700 Kilometern Entfernung solltest du gänzlich vermeiden. Bei Flügen ab 700 Kilometern solltest du mindestens acht Tage Aufenthalt einplanen. Bei mehr als 2.000 Kilometern Entfernung solltest du sogar mindestens 15 Tage am Reiseziel bleiben. Die jeweiligen Daten berufen sich auf die Definition des atmosfair-Airline-Index zu Kurz-, Mittel-und Fernstreckenreisen, der u.a. Fluggeräte und Emissionen berücksichtigt.

Bedenke, dass Reisen viel CO2-Emissionen freisetzen – was für die meisten Menschen weltweit unerschwinglicher Luxus sind. Alleine schon der Hinflug in die Karibik setzt mehr als 2 Tonnen CO2 frei – und damit mehr, als wir pro Kopf und Jahr eigentlich verbrauchen dürften, wollten wir das Klima global gerecht schützen.

Schon eine Kreuzfahrt durch's mittelmehr erzeugt über 2.000 Kilo CO2. Unser Tipp lautet deshalb: Achte darauf, so oft wie möglich Bus, Bahn oder Fahrrad zu benutzen. Wenn du fliegst, kannst du CO2-Emissionen nicht vermeiden, aber immerhin neutralisieren.

CO2 kompensieren

In jedem Fall kannst und solltest du deine CO2-Emissionen kompensieren. Dazu zahlst du einfach eine kilometerabhängige Gebühr an Unternehmen wie Atmosfair.de oder Greenmiles.de. Diese investieren dein Geld dann in zertifizierte Projekte für den Klimaschutz. Anbieter, die sich auf nachhaltige und faire Reisen spezialisiert haben, kompensieren die CO2-Emissionen direkt in ihrem Reisepreis. Auf diese Weise kannst du deinen ökologischen Fußabdruck kleiner halten.

Fair reisen 2: Wähle deine Reiseart (Vorheriger Schritt)
(Nächster Schritt) Fair reisen 4: Nachhaltig packen
Zurück zu Fair reisen

Kommentare (2)

  • Tilman

    Zur CO2-Kompensation: wissenschaftliche Studien zeigen, dass die Gesamtklimawirkung des Luftverkehrs mindestens zweimal, womöglich sogar dreimal so hoch ist wie der reine CO2-Effekt. Nicht alle Anbieter berücksichtigen das bei der Berechnung der Kompensation. Weitere Infos dazu unter https://www.jetzt-klimaneutral.de/fliegen/.

    Noch ein Gedanke zu diesem Thema. Im Guardian hat Max Wakefield von der Organisation „Possible“ im Februar 2020 in einem Gastbeitrag vorgeschlagen, dass die Airlines das fragwürdige Modell der CO2-Kompensation lieber durch einen „Klimaschäden-Beitrag“ ersetzen sollten. Anstatt so zu tun, als könnten die durch THG-Emissionen verursachten Schäden neutralisiert werden, würden die Fluggesellschaften demnach stattdessen die Menschen unterstützen, die unter den Auswirkungen des Klimawandels schon heute leiden – und zwar vor allem im globalen Süden.

    • Hallo lieber Tilman, vielen Dank für die Hinweise. Deinen Vorschlag eines „Klimaschadenbeitrages“ finde ich auch sehr gut. Ich muss gestehen, dass ich selbst ja immer gemischte Gefühle in Bezug auf „CO2-Kompensationen“ habe, weil die Zahlen doch zeigen, dass die Menschen im Gesamten dann dazu neigen, nicht mehr einzusparen, sondern sich eine Art Freibrief zu kaufen …

Schreibe eine Antwort

Initiator*in
Fairaway Logo
Fairaway
Aktiv für : nachhaltiges und verantwortungsvolles Reisen
  • Website : https://www.fairaway.de/
  • Interessen : Reisen, lokale Bevölkerung, Nachhaltigkeit
  • Motto : Authentische Reisen weltweit
Mehr Infos