Zimmergarten

Zimmergarten 2: Die Pflanzen

Das Wichtigste ist, dass du ein sonniges Plätzchen für die Pflanzen in deinem Zimmergarten findest. Denn nur mit viel natürlichem Licht wächst das Gemüse richtig gut.

Zimmergarten: Das richtige Saatgut zum Beispiel von der Saatguttauschbörse

Das richtige Saatgut

Bedenke auch, was für Saatgut du für deinen Zimmergarten kaufst. Am besten wählst du Öko-Saatgut und solches von Sorten, die vom Aussterben bedroht sind. Über Saatguthändler wie Dreschflegel oder Bingenheimer Saatgut kannst du seltene Sorten in Bio-Qualität bekommen.

Über Saatguttauschbörsen kannst du Saatgut von anderen Gärtnerinnen und Gärtnern erhalten. Eine Übersicht, wann wo welche Saatguttauschbörsen stattfinden gibt es zum Beispiel bei der Saagutkampagne.

Bohnen und Erbsen

Die Rankpflanzen sind schön und auch noch einfach zu ziehen. Du kannst sie in normalen Blumenkästen aussähen. Achte darauf, dass du eine Schale darunter stellst, um überschüssiges Gießwasser aufzufangen. Stelle sie dann am besten vor ein großes, sonniges Fenster oder eine Glastür.

Als Rankhilfen kannst du einfach ein paar Bambusstangen in die Erde stecken und dazwischen Schnüre spannen. Die Stangen bekommst du günstig in jedem Baumarkt. Du kannst statt der Stangen aber auch Schnüre vertikal spannen und an der Wand oder am Fensterrahmen befestigen.

Von März bis Oktober kannst du zwei bis dreimal nacheinander anpflanzen, aufziehen und ernten.

Tomaten

Um Tomaten zu pflanzen, solltest du am besten Töpfe mit mindestens zehn Litern Inhalt nehmen. Du kannst aber auch einfach einen Beutel mit Erde in einen Holzrahmen oder eine Holzkiste legen, oben Löcher reinschneiden und die Pflanzen dann dort reinpflanzen oder sähen. Dann steckst du pro Pflanze zwei bis drei Stäbe in die Erde und bindest sie oben zu einem Tetraeder zusammen. Das gibt deiner Pflanze später Halt, wenn sie viele Früchte trägt.

Tomaten finden es in deiner Wohnung sicherlich richtig gut, denn sie mögen ohnehin keinen Regen. Sie brauchen aber auch viel natürliches Licht, weil sie sonst nicht richtig reif werden und nicht so gut schmecken. Weil dir drinnen die Bienen für die Befruchtung der Blüten fehlen, musst du sie eben selbst ein bisschen schütteln. Weil sich Tomaten selbst befruchten, müssen die Pollen aber nicht von einer Pflanze zur nächsten. Ab März kannst so rund zwei Generationen pro Jahr groß ziehen und ernten.

Radieschen

Die kleinen, süßen Pflanzen sind besonders einfach zu ziehen: Du kannst sie einfach in einen Blumenkasten sähen oder ein Gefäß, das in etwa so groß ist. Du kannst sie aber auch gut in aufgeschnittenen Tetrapaks ziehen. Dazu schneidest du einfach den oberen Teil der alten Milch- oder Safttüte ab, machst ein Loch in die hintere Wand und hängst sie an einer vertikalen Wandkonstruktion auf.

Das ist besonders platzsparend und lässt sich zum Beispiel auch an der seitlichen Wand im Fenster unterbringen. Oder du nimmst sie quer und schneidest oben ein Quadrat heraus (weitere Infos findest du in einem Beitrag von Zeit-Online).

Radieschen sind innerhalb von wenigen Wochen reif, du kannst sie also mehrere Male hintereinander sähen und ernten.

Kohlrabi, Gurken und Zucchini

Auch Kohlrabi, Gurken und Zucchini kannst du in großen zehn-Liter-Töpfen oder Kübeln großziehen. Gurken und Zucchini sind ebenfalls Rankpflanzen. Du brauchst für sie aber mehr Fläche als beispielsweise für Tomaten, weil sie mehr in die Breite und weniger in die Höhe wachsen. Ansonsten verläuft die Aufzucht fast genauso.

Knoblauch, Zwiebeln und Lauch

Knoblauch, Bärlauch, Porree, Frühlingszwiebeln oder Zwiebeln kannst du ebenfalls ziemlich unkompliziert auf den Fensterbänken ziehen. Für Knoblauch brauchst du logischerweise ein kleineres Gefäß, wie für den Porree. Das einzige, was du hierbei bedenken solltest ist, dass zum Beispiel Bärlauch oder Zwiebelpflanzen durchaus ihren eigenen, typischen Geruch haben. Wenn dich das stört, solltest du sie auch lieber nicht in der Wohnung anbauen.

Pflanzen aus Pflanzenresten ziehen

Übrigens kannst du aus einigen Pflanzenresten wieder ganze Pflanzen ziehen. Zum Beispiel reicht es, wenn du bei einer Zwiebel unten an der Wurzel noch etwa 1 Zentimeter des Fleisches belässt und dieses in die Erde steckst: Nach einiger Zeit wächst daraus wieder eine ganze Zwiebel.

Ähnlich soll es auch mit Knoblauch, Eisberg- und grünem Salat, Sellerie, Frühlingszwiebeln, Kartoffeln, Karotten, Ananas und vielen weiteren Pflanzen funktionieren. Ein bisschen Geduld muss du dafür zwar mitbringen, aber es ist faszinierend zu beobachten.

Salat und Kräuter

Sicherlich die bekanntesten Pflanzen für den Zimmergarten sind Kräuter. Wer kennt nicht den Topf Kresse, Petersilie oder Basilikum auf der Fensterbank? Ebenso einfach kannst du übrigens auch Salat – etwa Feldsalat oder andere Pflücksalate. Wenn du sie im Abstand von zwei bis drei Wochen aussähst – etwa in einen Blumenkasten oder in die bereits erwähnten Tetrapak-Vertikalgärten – dann kannst du rund um's Jahr frischen Salat ernten.

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Ilona Koglin
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