Ob Reparatur-Treff, Elektronikhospital, Café Kaputt oder Repair Café: Es gibt viele verschiedene Initiativen und für jede und jeden ist etwas dabei, was ihr oder ihm liegt. Auf der Website vom Netzwerk Reparatur-Initiativen www.reparatur-initiativen.de kannst du auf der Startseite anhand eines Kalenders nach dem nächsten Termin eines Reparatur-Treffs suchen, um gemeinsam mit anderen zu reparieren. Auf der Karte siehst du, welche Reparatur-Initiativen es in deiner Nähe gibt.
Reparatur-Initiativen: Gemeinsam ehrenamtlich reparieren
Eine Kultur des Selbstreparierens gab es schon immer, doch meist zuhause. Seit etwa drei Jahrzehnten gibt es offene Werkstätten, die unter anderem eine Infrastruktur für Reparaturen bieten. Daher ist es sicherlich auch nicht verwunderlich, dass zu Beginn der 2000er Jahre hier erste Veranstaltungen stattfanden, in denen man sich zum gemeinsamem Reparieren traf, wie zum Beispiel im Haus der Eigenarbeit in München oder dem Kempodium in Kempten.
Richtig Fahrt aufgenommen hat die Repair-Bewegung 2009, als die niederländische Journalistin Martine Postma die Nase voll hatte von all den Dingen, die ständig kaputt gingen, ersetzt werden mussten und die Umwelt belasteten. Deshalb organisierte sie am 18. Oktober 2009 das erste Repair Café (http://repaircafe.org/de) in Amsterdam.
Seitdem haben sich weltweit über 1000 Repair Cafés gegründet. 2014 gründete sich in Deutschland das Netzwerk Reparatur-Initiativen, das inzwischen rund 500 Projekte umfasst. Koordiniert wird das Netzwerk von der anstiftung. Die Stiftung fördert, vernetzt und erforscht Räume und Netzwerke des Selbermachens und des Wissensaustausches. Dazu gehören Freiräume und Infrastrukturen wie Interkulturelle und Urbane Gärten, Offene Werkstätten und Reparatur-Initiativen.
Keine Kommentare