Konzept für ein müllfrei(re)es Leben

Kommentare (2)

  • THP

    Thema „Unverpacktladen“: Die Idee fand ich vor Jahren begeisternd, mittlerweile sehe ich diese Läden sehr kritisch, denn: Wie werden die Sachen angeliefert?

    Es gibt ein super Recherche-Video dazu (https://wastelandrebel.com/de/was-ist-mit-muell-bei-unverpackt-laeden/).

    Man kann sehr deutlich sehen, wie z.B. Nudeln in riesengroßen Plastiksäcken geliefert werden, die nicht mal zur Hälfte voll sind, dann werden die umgefüllt in die tollen Verkaufsgefäße und der Kunde meint, sie wären darin gewachsen oder lose vom Himmel gefallen oder wie?! Auch andere Waren kommen stark verpackt geliefert mit Umkartons, Schutzmaterial, Verklebungen, in Plastikkanistern oder Dosen – das ist nur eine Verlagerung des Hausmülls in ein Ladengeschäft. Sehen muss man auch, dass einige der Verpackungen, in denen größere Einheiten geliefert werden, aus stärkerem Material sind als Einzelpackungen – wenn die dann auch noch so groß ausfallen wie die Nudelsäcke, dann dürfte die Abfallbilanz erst recht noch schlechter aussehen als mit den herkömmlichn dünnen Folien der Standardverpackung.

    Ich halte das für Augenwischerei. Zudem: Schweineteuer! Ich kaufe fast nur Bio-Lebensmittel, die eh schon sehr teuer sind – da zahle ich doch nicht noch für ein Kilo Haferflocken oder Nüsse einen € mehr.

    • Hallo THP, danke für deinen wichtigen Hinweis. Ich kenne das Problem. Dennoch sehe ich das nicht ganz so verurteilend. Ich weiß, dass sich die Unverpacktläden zusammen getan haben, um auch bei der Anlieferung weiter Müll abzubauen. Ich denke, es ist ein Schritt in die richtige Richtung, auch wenn es noch nicht die perfekte Lösung ist. Auf jeden Fall haben sie es ganz toll geschafft, das Thema als Problem ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. Was den Preis angeht … tia, da kann ich dir nur recht geben. Abgesehen davon, dass der nächste Unverpacktladen für uns einfach viel zu weit weg ist, ist er für uns auch unerschwinglich. Aber es gibt ja auch noch viele Alternativen, die unverpackt verkaufen, auch wenn sie es sich nicht so dick auf die Fahnen schreiben: Wochenmärkte, Bäcker*innen, nette Verkäufer*innen an der Frischetheke…

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