Konzept für ein müllfrei(re)es Leben

Konzept für ein müllfrei(re)es Leben
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Konzept für ein müllfrei(re)es Leben

In dieser Aktion erfährst du, wie du in vier Schritten dein Konzept zu einem müllfrei(er)en Leben entwickeln kannst. Und du bekommst Tipps, wie du dabei nicht nur die Umwelt schonst, sondern auch noch Geld und Zeit sparst.

Warum Müll vermeiden?

Müll ist ein menschliches Phänomen. Nirgends in der Natur gibt es diese Idee. In Ökosystemen ist das, was der eine nicht mehr braucht, Nahrung oder sonst eine nützliche Sache für einen anderen: Der Baum verliert Blätter, die zu Kompost werden. Das Schaf verliert Wolle, die die Vögel für ihren Netzbau nutzen können. Und der Vogel scheidet die Obstkerne irgendwo wieder aus, sodass sich die Pflanze vermehren kann.

Nur wir, wir haben die komische Vorstellung, dass es Reste, Überbleibsel, Verbrauchtes geben könnte, dass zu nichts mehr zu gebrauchen ist. Und wir haben Recht: Der Mensch ist wohl die einzige Spezies auf diesen Planeten, die Dinge erzeugt, die nicht nur nicht nützlich, sondern sogar schädlich sind.

Das Prinzip Cradle-to-Cradle

Der Ex-Greenpeace-Mitarbeiter und Chemiker Michael Braungart fordert deswegen ein Umdenken und propagiert schon seit Jahren sein Cradle-to-Cradle-Konzept (zu deutsch: von der Wiege zur Wiege). Seine Idee: Wir stellen nur noch Dinge her, die nachher im Ökokreislauf weitere Verwendung finden.

Kompostierbare Verpackungen zum Beispiel, die auch noch Samen enthalten. Wenn wir diese dann irgendwo vergraben würden, könnten daraus neue Pflanzen wachsen. Und natürlich spielt Recycling eine wichtige Rolle. Aus meiner Sicht knirscht das Konzept nicht nur dort, wo es kaum vorstellbar ist, derartige Produkte zu erstellen. Sondern auch daran, dass ein hundertprozentiges Recycling nicht möglich ist.

Ob Papier, Metall, Plastik oder Glas – die Qualität nimmt immer aber und deshalb können die Stoffe nur eine Reihe von Kreisläufen durchmachen. Abgesehen davon, dass dennoch pro Herstellung oder Recyclingschritt immer noch jede Menge Energie notwendig ist.

Müllvermeidung muss daher das wichtigste Anliegen sein. Derzeit sieht es allerdings anders aus, wenn man sich zum Beispiel die Zahlen des Bundesumweltamtes ansieht. Demnach sind die Abfallmengen deutschlandweit zwar zurückgegangen. Nur die Haushalte schmeißen immer mehr in die Tonne: „Der Anteil der haushaltstypischen Siedlungsabfälle (Haushaltsabfälle) [stieg] von 37,6 Millionen Tonnen im Jahr 2000 auf 45,6 Millionen Tonnen im Jahr 2014 stark an“. (Quelle). Es wird also Zeit, das jede/r von uns die Sache in die Hand nimmt, und seine Abfälle reduziert.

Die Zero Waste Bewegung

Tatsächlich sind Themen wie „Müllvermeiden“ oder „verpackungsfrei Einkaufen“ welche, die eigentlich immer zur Sprache kommen, wenn Marek und ich irgendwo einen Workshop oder einen Abend gemeinsam mit Menschen veranstalten, um zu überlegen, was wir tun könnten, um die Welt zu retten. Es scheint also auch ein Thema zu sein, dass viele Menschen bewegt und wo sie gerne aktiv werden und ihr Leben positiv verändern würden. Nur wie?

Weltweit gibt es sogar eine Zero-Waste-Bewegung (zu deutsch Null-Müll-Bewegung), die versucht, tatsächlich ganz ohne Müll auszukommen. Das Ideal dieser Menschen ist ein Marmeladenglas voller Müll pro Monat – mehr nicht. Um das hinzubekommen, haben diese Menschen viele Ideen und Lösungen zusammengetragen, wie fast jede/r von uns – auch in unserer heutigen Welt mit all den einzeln abgepackten Dingen – ohne Müll leben kann.

Vollkommen müllfei zu leben verlangt allerdings schon einen eisernen Willen und eine gute Portion Durchhaltevermögen. Zero-Waste-Aktivist*innen sagen jedoch, dass sie nach einer Zeit der Umgewöhnung, die absolute Zufriedenheit erleben: Mit „Zero Waste“ sollst du Geld sparen, gesünder leben und essen, dich von deiner Konsumsucht befreien und mit einem guten Gewissen viel mehr im Einklang mit der Umwelt leben. Wir selbst leben nicht hundertprozentig müllfrei. Aber wir haben über die letzten Jahre unseren Müll erheblich reduziert und konsumieren viel, viel weniger. Und ich kann diese „Begleiterscheinungen“ nur bestätigen.

Dein Konzept zur Müllvermeidung

Nicht jeder muss gleich die magische Null-Müll-Grenze anpeilen. Es ist auch super, wenn du dich auf den Weg machst und nach und nach, Schritt für Schritt, hier und da dein Konsumverhalten so veränderst, dass du immer weniger Müll hinterlässt.

In der Tat ist das die Art und Weise, wie Veränderungen in unserem Leben am besten klappen. Sonst nimmt man sich immer riesig viel vor – und schafft es dann nicht, das durchzuhalten. Dann ist man frustriert und denkt sich vielleicht, dass das eh alles nichts nützt. Wenn du dir aber immer kleine Schritt vornimmst, dann kannst du jede Etappe, jeden Erfolg für dich feiern und bist stolz auf dich.

Dennoch ist es ganz gut, wenn du nicht ganz planlos vorgehst. Deshalb geht es nun endlich zur Sache: Wir haben recherchiert und bei verschiedenen Quellen Informationen gefunden, wie du ein Konzept entwickeln kannst, dass dir zeigt, wo Veränderungen am sinnvollsten, wirkungsvollsten und einfachsten sind. Im folgenden findest du die vier Schritte, die du zu deinem müllfrei(er)en Leben machen kannst:

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