Stefanie Rückert lebt nicht nur seit einigen Jahren vegan, sie ist Expertin der Hamburger veganen Szene. Denn sie macht vegane Fuß- und Radtouren durch Hamburg. Was vegan leben bedeutet und wie sie dazu kam, darüber haben wir mit ihr gesprochen.
Die Elbe liegt in dickem Nebel, als ich an den Landungsbrücken stehe und auf die Fähre warte, die mich nach Finkenwerder zu Stefanie Rückert bringen soll. Ich fühle mich nach London versetzt, denke an Krimis und genieße die Atmosphäre – auch wenn die feuchte Kälte unter den Mantel kriecht.
Vegane Touren durch Hamburg
Eine halbe Stunde später lande ich am Kai von Finkenwerder. Stefanie holt mich mit dem Fahrrad ab und wir bummeln knapp zehn Minuten in ihr Büro. "Heute gibt es bei Bidges & Sons vegane Donuts", empfiehlt sie mir für meinen Heimweg.
Seit sie vegan lebt, erkundet sich Hamburg nach veganen Einkaufs- und Ausgehmöglichkeiten. Mittlerweile bietet sie mehrere unterschiedliche Führungen dazu an (hamburg.vegan-erkunden.de). Auf der Reeperbahn, unweit der Haltestelle St. Pauli, bietet Bidges & Sons vegane und umweltfreundliche Streetwear an – dazu gibt es ein kleines Café und eben dort gibt es heute besagte Donuts... (www.bidges-sons.com).
Podcast "Einfach vegan"
Neben den Touren betreibt Stefanie gemeinsam mit ihrem Mann Carsten den Podcast "Einfach vegan". Darin berichten die beiden von ihrem Weg ins vegane Leben. Denn Stefanie weiß genau, dass man nicht von heute auf morgen auf ein rein pflanzliches Leben umsteigen kann. "Man soll einfach schauen, welchen Schritt man als nächstes gehen kann, und den dann machen. Jeder Schritt zählt", findet sie.
Auch bei den beiden hat es einige Zeit gebraucht, bis sie sich an den neuen Lebensstil (ohne Käse und ohne Milcheis!!!) gewöhnt hatten. Aber letztlich ist es eben doch vor allem Gewohnheitssache, weiß Steffi. Genaueres erfahrt ihr, wenn ihr euch die Podcast von Stefanie und ihrem Mann Carsten anhört unter: http://von-herzen-vegan.de/podcast
Die Milchkuh und ihr Kalb
Steffis Herzensthema ist zur Zeit jedoch das Thema "Milch". Sie hat ein Forschungsprojekt gestartet, mit dem sie untersucht, wieso die Kuhmilch als Lebensmittel in unserer Gesellschaft eigentlich einen so breiten Stellenwert bekommen konnte und welche Rolle die Werbung dabei spielt. "Warum eigentlich genau Kuhmilch und nicht etwa Eselsmilch", fragt sich Stefanie.
Abgesehen von den zum Teil schrecklichen Bedingungen, unter denen die Milchkuh leben muss, denkt beim Verzehr von Milchprodukten kaum jemand an die Kälbchen. Die entstehen quasi als Abfallprodukt, weil die Kühe schwanger werden müssen, um Milch zu geben. Doch was geschieht mit ihnen eigentlich?
Zum einen werden sie meist direkt nach der Geburt von ihrer Mutter getrennt (die Kühe rufen oft noch tagelang nach ihren Kindern). Zum anderen enden zumindest die männlichen Kälbchen in der Schlachterei – wenn der Preis stimmt. "Wenn die Preise gerade zu gering sind, dann kann es auch passieren, dass sie ganz jungen Kälbchen einen 'Unfall' erleiden und ihre Leiche auf der Müllkippe landet", berichtet Stefanie. Eine schreckliche Vorstellung.
Tierleid erkennen und beenden
Doch ein veganer Lebensstil endet natürlich nicht beim Teller. Kleidung ist ein weiteres Thema, ebenso wie Haustiere, Hobbys wie Reiten oder Unterhaltungsangebote wie Zirkus oder Zoo – ganz zu schweigen von den Tierversuchen, die für viele Produkte des täglichen Lebens gesetzlich sogar vorgeschrieben sind. Zum Beispiel für neue Putzmittel.
So schwierig die Themen sind, über die wir sprechen. Stefanie schafft es mit ihrer quirligen und fröhlichen Art aber tatsächlich, trotz all der Grausamkeiten und Missstände positiv zu bleiben und die Menschen zu motivieren. "Wir verändern die Welt ohnehin die ganze Zeit, mit allem was wir tun. Selbst wenn wir nichts tun, verändert das die Welt", meint sie.
Deshalb gibt es aus ihrer Sicht auch überhaupt keinen Grund auf Politiker oder Firmen zu warten. Jeder kann sich jetzt sofort dafür entscheiden, schon mal einen Schritt in Richtung einer veganer Lebensweise zu gehen. Dabei komme es nicht darauf an, wie groß oder klein der ist, sondern das wir ihn überhaupt tun. "Und wenn wir alle Schritt für Schritt etwas bewegen, dann gibt es am Ende kein Tierleid mehr"...
Aktion: Veggy oder vegan?
Wenn du Lust bekommen hast, deine Ernährungsweise auf Pflanzenkost umzustellen, dann findest du in dieser Aktion Tipps für hilfreiche, erste Schritte.
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Choosing an uninterruptible power supply involves more than matching a headline VA rating to a device list. Buyers can first identify the critical loads, check their wattage, decide whether clean power or automatic voltage regulation matters, and then estimate the needed runtime. That sequence makes the trade-offs among capacity, topology, battery replacement, and budget easier to understand before a model is selected.