Gemeinschaftsbildung: Goldene Zeiten | WOHNEN

Gemeinschaftsbildung: Goldene Zeiten | WOHNEN

Wir alle sehnen uns nach Gemeinschaft: Nach einer Partnerschaft, einer Familie, Freund*innen, Mitbewohner*innen … Doch das Drama ist wohl, dass es uns gar nicht leicht fällt, eine echte Gemeinschaft zu bilden, in der Liebe und gegenseitiges Verständnis herrschen.

Deshalb haben wir uns für diese Aktion mal genauer angeschaut, wie das eigentlich so geht – eine Gemeinschaft zu bilden. Laut dem Psychologen Scott Peck durchlaufen Menschen vier Phasen, wenn sie sich von einer Ansammlung von Menschen zu einer echten Gemeinschaft verwandeln:

Die Pseudo-Harmonie-Phase

Auch Honeymoon-Phase genannt. Hier scheint alles prima zu sein, doch in Wirklichkeit kaschieren die Menschen lediglich die Unterschiede, damit Konflikte nicht zutage treten. Jeder kennt diese Form des zwischenmenschlichen Umgangs. Es ist eigentlich sogar unser Normalzustand in weiten Teilen unseres Lebens: Wir wissen, was höflich ist und was wir nicht tun oder sagen dürfen, um Zoff, Ärger oder andere negative Gefühle zu erzeugen.

Die Chaos-Phase

Doch wenn eine Gruppe von Menschen eng zusammenlebt, dann kann sie das meistens nicht auf Dauer (gut) durchhalten. In der Chaos-Phase brechen die Konflikte aus, die bislang hinter dem Berg gehalten wurden. In dieser Phase versuchen sich die Menschen gegenseitig zu dominieren – sie versuchen die anderen davon zu überzeugen, dass alleine sie Recht haben oder unterdrücken einfach andere Meinungen, Bedürfnisse und Ansichten.

Die Phase der Leere

Wenn eine Gruppe sich nicht in der Chaos-Phase selbst zerstört und auch nicht in die bequemere Phase der Pseudoharmonie zurückrutscht, dann tritt sie laut Scott Peck irgendwann in eine Phase der Leere ein. Auf einmal sagen die Menschen nur noch wenig – aber was sie sagen ist wesentlich. Sie schweigen viel und hören gut zu. Sie be- oder verurteilen sich nicht mehr gegenseitig. Das bedeutet nicht, dass sie die Unterschiede nicht mehr sehen, aber sie wollen andere nicht mehr bekehren oder "heilen". Stattdessen beginnen sie, die eigenen Vorurteile, Verletzungen und Bedürfnisse zu erkennen, die zum Kampf geführt haben.

Die Gemeinschaftsphase

Dann kann die Gruppe zu einer echten Gemeinschaft werden, in der sich die Menschen gegenseitig tief und authentisch begegnen können. Das zeigt sich, so Scott Peck, zum Beispiel darin, dass die Menschen dann ein gutes gemeinsames Zeitgefühl entwickeln oder zur gleichen Zeit ähnliche Gedanken haben. Ein Gefühl von Frieden soll von allen zu spüren sein (weitere Infos zu den Phasen findest du zum Beispiel unter www.gemeinschaftsbildung.com)

Und was kann ich tun?

Nun würden wahrscheinlich viele gerne in die vierte Phase springen wollen. Doch leider geht das nicht, ohne die davor liegenden, schwierigen Phasen zu durchlaufen. Wie das praktisch gelingen kann? Dazu gibt es mittlerweile eine weltweite Community an Menschen, die Seminare und Workshops zur Gemeinschaftsbildung nach Scott Peck anbieten.

Aber natürlich könnt auch ihr zu Hause jederzeit etwas tun, um besser, ehrlicher, liebevoller, friedlicher und authentischer mit den Menschen zusammen zu leben, mit denen ihr euren Wohnraum teilt.

Wir haben deshalb in diesem Video auch einige Tipps für dich, die wir ebenfalls in der Aktion "Goldene Zeiten" zusammengefasst haben. Wir selbst haben dies (bereits schon in den letzten Jahren) ausprobiert und finden, dass es gut funktioniert.

Schickt uns eure Ideen

Es gibt aber auch noch viele weitere Möglichkeiten – nutzt einfach auch eure Phantasie und Kreativität. Und melde euch gerne, wenn ihr weitere Tipps und Erfahrungen habt, was die Gemeinschaftsbildung in eurer Partnerschaft, eurer Familie oder eurer Wohngemeinschaft fördert.

 

Aktion: Goldene ZeitenAktion: Goldene Zeiten

Suchst du einen Weg, wie du in deiner Familie, Partnerschaft oder Wohngemeinschaft konstruktiv mit Konflikten umgehen kannst? Dann haben wir eine Idee für dich: Macht doch eine goldene Zeit zu eurem gemeinsamen Ritual...

Goldene Zeiten

Keine Kommentare

Schreibe eine Antwort